Mitglieder zeigen großes Interesse an der Zukunft des Hessischen Volleyballs
  30.11.2019 •     Verband


Zu dieser Erkenntnis kam der Vorstand des HVV beim außerordentlichen Verbandstag, am Mittwochabend des 13.11.2019 in Gießen-Wieseck. Mit etwa einem Drittel aller Stimmen war die Beteiligung der Mitgliedsvereine an der Entscheidung, wie die Gebührenerhöhung der Spielerlizenzen in Zukunft umgesetzt werden kann, sehr hoch.

Beim ordentlichen Verbandstag im Juni hatten die Mitglieder bereits beschlossen, das Projekt GO! Volley zur Weiterentwicklung des Volleyballs in Hessen zu unterstützen und dem Vorstand für den DVV-Verbandstag freie Hand gegeben, über die geplante Beitragserhöhung verantwortungsvoll abzustimmen. Nachdem die Erhöhung auf dem DVV-Verbandstag von den Landesverbänden mehrheitlich beschlossen wurde, war es nun Aufgabe des außerordentlichen Verbandstages, ein tragbares Konzept für die Erhöhung der Gebühren für die Spielerlizenzen mit den hessischen Volleyballvereinen abzustimmen und zu beschließen.

Dazu waren auch die Ideen und Lösungsvorschläge der Vereine gefragt. Aus diesem Grund wurden die vom HVV-Vorstand ausgearbeiteten Anträge in Punkten wie der Gebühren für Senioren und BFS angepasst. Zudem wurden zwei zusätzliche Anträge zur Abstimmung gestellt.

Nach der Begrüßung und den Formalien stellte Dirk Wortmann, Vizepräsident Finanzen, in einer ausführlichen Präsentation die aktuelle Situation im HVV wie auch im DVV, die Notwendigkeit der Beitragserhöhung und Prognosen zur Haushaltsentwicklung vor. Diese Fakten wurden anschließend von den Mitgliedern diskutiert und bewertet.

Zur Förderung der Jugendarbeit werden die Kosten für eine Spielerlizenz für Volleyballer der Altersklasse U20 auf lediglich 3 EUR pro Jahr festgesetzt - unabhängig davon, ob sie im Jugend- und/oder Aktivenbereich starten. Das wurde durch die Mitglieder sehr positiv aufgenommen. Wie Dirk Wortmann betonte, ist die Jugendförderung ein essentieller Bestandteil der Zukunftsstrategie des HVV.

Es gab aber auch Gesprächsbedarf, wie beispielsweise im Seniorenbereich. Dazu wurden verschiedene Lösungen von 8 bis 24 EUR pro Lizenz diskutiert. Schließlich stimmte die Mehrheit der anwesenden Vereine für eine Gebühr von 12 EUR.

Für den Aktivenbereich werden die Lizenzgebühren über die kommenden drei Jahre ab nächster Saison stufenweise erhöht. Alternativ dazu wurde eine direkte Erhöhung auf den Endbetrag bereits ab der Saison 2020/21 vorgeschlagen. Das Votum für das Stufenmodell war denkbar knapp.

Gebührenerhöhung auf einem Blick

 

SaisonLizenzGebühr bisher
(inkl. Olympiazuschlag)
ErhöhungGebühr
neu
2020/21Jugend
(bis U20)
1,50 €1,50 €3,00 €
Aktive4,00 €8,00 €12,00 €
Senioren4,00 €8,00 €12,00 €
BFS4,00 €8,00 €12,00 €
2021/22Jugend
(bis U20)
3,00 €-3,00 €
Aktive12,00 €6,00 €18,00 €
Senioren12,00 €-12,00 €
BFS12,00 €-12,00 €
2022/23Jugend
(bis U20)
3,00 €-3,00 €
Aktive18,00 €6,00 €24,00 €
Senioren12,00 €-12,00 €
BFS12,00 €-12,00 €

Für das Projekt GO!Volley ergibt sich aus dem gewählten Modell die Konsequenz, dass erst ab 2022 Mittel zur Finanzierung von Maßnahmen zur Verfügung stehen werden. Bis dahin soll es aber keinen Stillstand geben. Das Projektteam arbeitet mit Hochdruck an allen Themen, die sich aus dem laufenden Haushalt bestreiten lassen. Ein wichtiges Element in der Umsetzung des Zukunftskonzepts bleibt, insbesondere unter diesen Vorzeichen, die ehrenamtliche Mitarbeit. Der HVV-Vorstand nutzte deshalb die Gelegenheit, die Vereine um Mitarbeit und Unterstützung für das Projekt zu bitten.

Der Verband will sich sowohl im Bereich Jugendförderung und Schaffung von Spielformaten für Freizeitvolleyballer als auch in der Digitalisierung und Optimierung der Verbandsprozesse engagieren. Ein weiterer wichtiger Baustein in der zukünftigen Ausrichtung des Verbands ist die Verbesserung der Kommunikation zwischen den Vereinen und dem HVV. Dazu wurden unlängst die Dialogtage ins Leben gerufen, die erstmals in Urberach und kurz vor dem außerordentlichen Verbandstag in Gießen stattgefunden haben. Am 3. und am 16. Dezember wird es weitere Termine geben, die als Novum im Verband als Online-Meetings durchgeführt werden.

Der Vorstand zieht eine positive Bilanz. „Dieser konstruktive Austausch auf dem außerordentlichen Verbandstag zeigt uns, dass sich die Vereine Gedanken machen und aktiv die Zukunft unseres schönen Sports gestalten möchten. Es ist uns allen klar, dass die Gebührenerhöhung die Vereine vor eine Herausforderung stellt. Aber es ist absolut notwendig, uns zu modernisieren. Das ist eine gemeinsame Aufgabe, die wir mit der heutigen Entscheidung fortführen werden.“, so Thomas Petigk, Präsident des Hessischen Volleyballverbands.