Am Samstag und Sonntag fanden die ersten Hessenmeisterschaften der aktuellen Jugend-Saison statt. Sowohl in Darmstadt als auch in Wetzlar verfolgte jeweils ein großes Publikum die Spiele der Jahrgänge 2007 und jünger. Während sich Wiesbaden bei den Mädchen als Favorit durchsetzte, gab es bei den Jungs einen unerwarteten Gewinner.
U20m: Rodheim und Darmstadt buchen Südwest-Roadtrip
Die ersten vier Mannschaften aus der Oberliga waren für die Hessenmeisterschaft in der Kasinohalle gesetzt. Die beiden Landesligisten Main-Kinzig Volleys und SG Rodheim zogen als Erster und Zweiter der Qualifikation ins Landesfinalturnier ein und zeigten sich auch am Samstag von einer sehr starken Seite.

© Thomas Waberseck
Die MK-Volleys zwangen sowohl Kriftel in der Vorrunde als auch Darmstadt im Überkreuzspiel in den Tiebreak, dort unterlagen Sie nur denkbar knapp mit 13:15.
Fotos vom Turnier

Die Rodheimer setzten sich im Halbfinale gegen die favorisierten Krifteler durch und gewannen das Endspiel gegen den Gastgeber im Tiebreak, nach anfänglichem Rückstand, knapp mit 15:13. Das kleinste und jüngste Team der Meisterschaft brachte die Halle zum Toben.

Die Rückmeldungen an den Ausrichter im Anschluss waren voll des Lobes. Der DSW schaffte dem U20-Event von der Eröffnung bis zur Siegerehrung „eine Bühne, wie man sie sonst nur aus dem Profivolleyball kennt.“
„Vielen Dank für die super Organisation und die Bilder. Auch der Livestream war eine tolle Sache für unsere verletzten Spieler.“
„Ihr habt es geschafft, eine HM zu einem Event zu machen. Herzlichen Glückwunsch dazu. Es hat Spaß gemacht und gerne wieder.“
Wiesbaden krönt sich zum U20-Meister
Auch in Wetzlar bebte die Halle bei der Hessenmeisterschaft der weiblichen U20. In einer elektrisierenden Atmosphäre, geprägt von lautstarker Unterstützung der Fans und vorbildlichem Fairplay, zeigten die sechs qualifizierten Teams Volleyballsport auf absolutem Top-Niveau.

© Rainald Lohe
Bereits die Gruppenphase verdeutlichte das hohe Niveau des Turniers. In Gruppe A setzte der VC Wiesbaden ein frühes Ausrufezeichen und marschierte ohne Satzverlust durch die Vorrunde, dicht gefolgt von der JSG Waldgirmes/Wetzlar, die sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den Halbfinaleinzug sicherte.
Parallel dazu entwickelte sich in Gruppe B ein wahrer Krimi. Besonders das Duell zwischen den Volleys Marburg-Biedenkopf und dem SC Königstein brachte die Halle zum Kochen, als Marburg-Biedenkopf erst nach einem nervenaufreibenden Tie-Break mit 19:17 die Oberhand behielt.
Sowohl die TuS Kriftel als auch die TG Bad Soden zeigten in der Vorrunde sehenswerte Ballwechsel und großen Kampfgeist, mussten sich jedoch der starken Konkurrenz beugen.
Fotos vom Turnier

In den Halbfinalbegegnungen kristallisierten sich schließlich die Favoriten heraus. Während Wiesbaden gegen Königstein seine Dominanz untermauerte, spielten sich auch die Volleys Marburg-Biedenkopf mit einem klaren Sieg gegen Waldgirmes/Wetzlar souverän ins Endspiel. Doch bevor es zum Showdown kam, schenkten sich die Teams in den Platzierungsspielen nichts. Kriftel sicherte sich gegen Bad Soden den 5. Platz, während Königstein im Spiel um Bronze noch einmal alle Kräfte mobilisierte und gegen die Gastgeberinnen gewann.
Im anschließenden Finale startete Marburg-Biedenkopf furios und überrumpelte den VCW im ersten Satz mit druckvollen Aufschlägen und einer fast fehlerfreien Abwehr. Doch Wiesbaden bewies die Moral eines Champions: Mit taktischen Umstellungen und lautstarker Anfeuerung vom Spielfeldrand kämpften sie sich zurück in die Partie und erzwangen den Satzausgleich. Im entscheidenden Tie-Break spielte der VC Wiesbaden dann seine ganze Erfahrung aus und sicherte sich mit einem verdienten 15:8 den Titel des Hessenmeisters.

Südwestdeutsche Meisterschaften
Mit dem Einzug in die Endspiele sicherten sich die vier Teams ihre Startplätze an der Südwestdeutschen Meisterschaft. Für die Jungs am 14. März in Rheinland-Pfalz, für die Mädchen am 15. März im Saarland.
Berichte der Vereine
veröffentlicht am Freitag, 6. Februar 2026 um 01:36; erstellt von Hessischer Volleyballverband,
letzte Änderung: 06.02.26, 19:24